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I. Theil. III. Capitel.
Berührungsflächen und der Glätte mehr oderweniger Kraftaufwand erfordert; das Hängenbleibendes Quecksilbers im Florbeutel; das Anhaften zweier(sehr glatten) Glas- oder Metallplatten, vorzüglichwenn sie mit etwas Fett bestrichen sind (die gewöhn-lichen Adhäsionsplatten; Vera’s Seilmaschine, vergl.Lici.tenber.gs Magaz. f. d. N. in d. Phys. I. 5. S.g5 etc. Giefst man Wasser, Weingeist oder Oel in einGlas oder in ein hölzernes Gefafs, so steht es nachdem Gefäfsrande zu höher als in der Mitte, und eserhält nur dann erst eine convexe Oberfläche, einemgrossen halbzerflossenen Tropfen ähnlich, wenn mandas Gefäfs überfüllt. Giefst man hingegen Quecksil-ber ins Glas, oder beobachtet man geschmolzene Me-talle in erdenen Schmelztiegeln, so findet man, dafsstets convexe Oberflächen gebildet werden; dagegenerscheinen diese Substanzen in metallenen Gefässen,z. B. Quecksilber in zinnernen mit mehr oder weni-ger concaver Oberfläche. Offenbar ist von diesenVerschiedenheiten der Form der Oberfläche, in Ad-häsion der inneren Gefäfswände die nächste Ursache;schwere Flüssigkeiten ohne Adhäsion und Cohäsion,würden horizontale Oberflächen bilden. Werden dieGefäfswände entfernt, z. B. bei dem überstehendenTheil des Wassers im überfüllten Gefässe, so folgtjedes Liquide der Cohäsion ungeschwächt und bildetTropfen (Nutzen der Ausgufsrinne). Zugleich zeigendiese Versuche, dafs die Adhäsion unter den verschie-denen Stoffen verschieden ist. Sie ist stärker zwi-schen Holz, Glas, Erde und erdähnliche Materienund Wasser, als zwischen diesen Körpern und Queck-silber ; und stärker zwischen Quecksilber und ande-ren Metallen (wo sie bei zunehmender Stärke in