I. Theil. II. Capitel.
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i) Ist der kürzere Schenkel dieses gemeinenHebers mit einer specifisch- schwereren Flüssigkeit,der längere mit einer specifisch leichteren gefüllt,und ist das Verhältnifs des specifischen Gewichts derersteren Flüssigkeit zu der lezteren grösser, als dasVerhältnifs der senkrechten Höhe von dem längerenzu der des kürzeren Schenkels: so wird, wenn beideMündungen geöffnet werden, der Ausflufs nicht ausdem längeren sondern aus dem kürzeren SchenkelStatt finden. Giefst man in obigem Versuch statt desWassers Quecksilber, also eine specifisch schwerereFlüssigkeit in die Schaale, während der mit Wassergefüllte Heber mit seinen kürzeren Schenkel ein-taucht, so wird das Wasser aus dem längeren Schen-kel zu Messen aufiiören, sobald der senkrechte Druckder in dem kürzeren Schenkel hinaufgestiegenenQuecksilberwassersäule zusammen, dem Drucke derleichteren Wassersäule des längeren Schenkels gleichist. Eben so hört auch der Heber zu fliessen auf,wenn beide Schenkel, vom Wasserspiegel des eintau,chenden gerechnet, gleich lang sind; oder wenn sichder kürzere Schenkel ausserhalb der Schaale befindet;oder endlich wenn der eintauchende kürzere Schen-kel länger ist, als die Flöhe, bei welcher die durchden Heber zum Fliessen zu bringende Flüssigkeit inder ToniCELLischen Röhre durch den Luftdruek er-halten werden könnte.
2) Sind beide Schenkel des Hebers gleich lang,und taucht der eine in das Wasser der Schaale, sowird dieser Schenkel dadurch respective um so vielverkürzt, als er tief eintaucht, und der Heber fliehtauf gewöhnliche Weise. Man nennt einen solchenHeber, den Wirtembergischen; weil ein Bürger