Von dem Drucke flüssiger Körper. 3 09
15) Da den vorhergegangenen Untersuchungen überdie Schwere zufolge, die Erdatmosphäre in verschie-denen Höhen von verschiedener Dichtigkeit ist, undda diese ausserdem noch durch Electricität, Wärmeund mehrere ähnliche Ursachen, für eine oder dieandere Luftschicht sehr beträchtlich wechseln kann,so ergiebt sich hieraus die Möglichkeit, dafs ein undderselbe Körper in ihr zum Sinken und Schweben,Aufsteigen und Schwimmen gebracht werden kann.Dahin gehört das Steigen und Fallen des Nebels, derWolken etc.
§• 79 -
Kommt ein frei beweglicher specifisch leich-terer Körper mit einer schwereren Flüssigkeit inBerührung, so wird er sich in die Höhe bege-ben und von selbst schwimmen (Innatarefluido, flotter). War der leichtere Körper flüs-sig, und befanden sich beide in einem Behälter,so werden sie nur dann im Gleichgewicht oderin Ruhe seyn, wenn sie so übereinander stehen,dafs der leichtere obere von dem unteren durcheine horizontale dem Spiegel (Niveau) paral-lele Fläche begrenzt wird, vergl. oben. Ist hin-gegen der leichtere ein fester Körper, so wirder nur in derjenigen Lage schwimmen, in wel-cher sein Schwerpunct senkrecht über den Mit-telpunct (Stützpunct) des aus der Stelle getrie-bene Flüssigen steht. Findet diese Richtung bei-der Puncte nicht statt, so wird der schwim-