Von dem Drucke flüssiger Körper. 29Ö
reinem Wasser bis ohngefähr drei Viertheile ge-füllten Glases, dafs er in dem Wasser noch biszum Boden des Glases untersinken kann. Dereinsinkende Stein wird das Gleichgewicht derWassersäulen aufheben, indem er gegen seineUnterlage drückend, diese aus ihrem Raumetreibt, und dadurch das In-die-Höhe-steigender Wassersäulen zur Seite bewirkt, indem dieseum das Gleichgewicht herzustellen, höher stei-gen müssen, als die Horizontalebene in der Ober-fläche des Steines beträgt. Zugleich drückt dasWasser aber auch seitwärts, mithin fllessen diehöher gestiegenen Wassersäulen zur Seite überden tiefer liegenden Stein her; wodurch dasGleichgewicht immer von neuem aufgehobenwird, und so das zu Bodensinken des Steinesmöglich macht. Ist dieses erfolgt, so stellt sichdie horizontale Oberfläche (der ebene Wasser-spiegel oder das Niveau) her, das Wasserkommt in Ruhe. Bei dem Eintauchen des Stei-nes bemerkt man die Entstehung kleiner Was-serkreise, welche in dem obigen ihren Grundhaben, und in dem Maase wie der Stein tieferunter die Oberfläche des Wassers sinkt, sinktdie Waagschale des anderen Arms allmählig nie-der, bis bei vollkommenem Untertauchen dieGewichtsverminderung; des Steins ihr Maximumerreicht. Um daher das Gleichgewicht der Waage