Yon der Schwere;
*97
achtungen gemäfs, die Länge des Seeundenpendelsunter verschiedenen geographischen Drehen verschie-den ist. Vergl. Huygkns a. a. O.
15) Durch den Widerstand der Luft, wird endlichjedes schwingende Pendel nach und nach durch Ver-kleinerung der Bogen zur Ruhe gebracht; (vergl. §.58. N. 2. ) indem die Dauer des Niederganges etwaslänger und die des Aufsteigens etw-.s kürzer wird,welches sich gegenseitig rücksichtlich der Geschwin-digkeit einzelner Schwingungen so ziemlich ausgleicht,und deshalb keine Correctur des Seeundenpendels nö-thig macht. Wohl aber wird diese durch die hydro-statische Wirkung der Luft, von der wir in der Folgehandeln werden, nothwendig; indem diese das Ge-wicht des Pendels und mithin die Gravitation dessel-ben um so viel vermindert, als wie das Gewicht des
'
Luftquantums beträgt, welches die Pendelmasse ausder Stelle treibt. Daher mufs der beobachteten Pen-dellänge noch etwas zugesetzt werden, um die Längedes im leeren Raume Secunden - schwingenden Pen-dels zu finden. Eben so ändert [auch die Wärme(durch Ausdehnung) die Länge des Maasstabes, manmufs daher entweder bei gleichen Temperaturen diePendelschwingungs - Beobachtqngen vornehmen , oderdie Pendel aus Massen verfertigen, die sich bei ver-schiedenen Temperaturen wechselseitig durch Ver-kürzung und Verlängerung compeusiren; dahin ge-hören die rostförmigen oder galgenartigen PendelGraham’s und Romain’s, aus eisernen und kupfer-nen Stäben, oder besser aus Stäben von Eisen undZink. Eines der vorzüglichsten Rostpendel ist dasIlARisoNsche, welches einem anderen neuerlichstdurch C. Troughton erfundenen, Schnitters Un-