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1 (1810)
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178
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I. Tlieil. I. Capitel.

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Probierkunst und bei der chemischen Analyse zurGewichtsbestimmung der ausgeschiedenen Bestand-theile bedient. Eine solche höchstens nur mit 200Gran zu beschwerende Waage, mufs noch 0,02 Grangenau angeben. Eine höchst empfindliche Waage vonRamsden beschreibt Rozier im Journal de Pliysi-que, Aoüt 1788, welche io Pfund tragen und dabeinach T o'si5 T öoö3 anzugeben vermag. Lüdeckes- Waagevon einer besonderen Einrichtung (vergl. GilbertsAnnal. I. 2. S. 121.) wo ein nach unten stehenderZeiger das Gleichgewiclit anzeigt, giebt um des

Gewichts einer Schale Ausschlag. Bei Leupold (inseinem Theatrum staticum universale. Tips. tyrö.)findet man genaue Beschreibungen der Waagen. DieWahl des Metalls woraus die Arme verfertigt werdenist nicht gleichgültig; Stahl leidet sehr vom Rostund wird auch durch (in der Folge zu berührenden)Einflufs des Magnetismus, im Gleichgewichte gestört;man zieht daher in neuern Zeiten gutes Messingvor. Die Schalen können von Messing, Silber, Hornoder Elffenbein seyn, und werden beim Wägen schar-fer angreifender Substanzen nicht unmittelbar belegt,sondern Glasschälchen die vollkommen gleiches Ge-wicht haben darauf gestellt. Die Gewichte müssengenau justirt seyn; gewöhnlich verfertigt man sie vonMessingblech, da dieses aber in feuchter Luft oxy-dirt wird, so ist es wenigsten bei den kleineren Ge-wichten zweckmässiger, sie entweder vergolden odervon feinem Silber verfertigen zu lassen. Jede Waagemufs reinlich gehalten (Probierwaagen bewahrt manin Glasschränken auf), und vor jedesmaligem Ge-brauche genau gesäubert und auf ihre Richtigkeitdurch kleine Versuche geprüft werden.