Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
147
Einzelbild herunterladen
 

Näh. Untersuchung d. Beweg, u. ihrer Gesetze. 147.

sondern sie gehen auch unter demselbenWinkel, unter welchem sie auf ihn trafen,wiederum zurück. Vergl. §. 43 u. 44.

8) In der Folge vorkommende Versuche werdenzeigen, dafs die Bewegung und Fortpflanzung desSchalles in mehr oder weniger beschränkt beweglichenMedien, z. B. in festen Körpern von derjenigen infrei beweglicheu Medien einigermassen verschiedenist. Es lassen sich hier Ilaupsschwingungen oderBebungen von untergeordneten Zitterungen der klein*sten Tlieile unterscheiden, und beide bilden ver-eint den Schall, der (unter oben berührten allge-meinen Bedingung des gehörigen Zeitverhältnisses)zum Klange wird, wenn alle Tlieile des schwin-genden Körpers in allen (zu den Seiten, nach obenund nach unten gegebenen) Richtungen vereint wir-ken , und sich als T o n darstellt, wenn sich die klei-neren Zitterungen den grösseren so unterordnen, dafsder Gesarrimteindruck von uns (mit Hülfe des Ge-hörorgans) als ein solcher, d. i. als ein mehr oderweniger in sich beschlossenes Ganze aufgefaist wird.(Vergl. §.3. N. 1.)

9) Der altern Vorstellung zufolge betrachtete mandie Schwingungen als kreiselartig-wellenförmige Be-wegungen , denen ähnlich die Z, B. erzeugt werden,wenn man einen festen Körper ins Wasser wirft;eine hypothetische zuf falsche Analogien sich stüzendeVoraussetzung, welche neuere Beobachtungen als nich-tig erwiesen oder wenigstens stark berichtigt haben.Die Verbreitung des Schalles in Schwingungen,welche von einem PuncLe nach allen Richtungenausgehen, und nach jedesmaliger durch den Wider-

(10 4 )