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1 (1810)
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19
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Allgem. Verhiiltnifs des forschenden Menschen. 19

den Werth einer Wissenschaft nach der Mannigfaltig-keit von Beschäftigungen, die der Geist dadurch er-hält, so erhält die Naturwissenschaft eine der erstenStellen. Das Bedürfnifs, die Natur zu studiren ist dasunschuldigste; der Genufs, den seine Befriedigung ge-währt, der reinste, und die Freude über neue Ent-deckungen die lauterste, wenn der Forscher der Na-tur wahrhaft ergeben, nicht durch Eitelkeit, Suchtzu glänzen, und ähnliche niedere Verhältnisse desentartenden menschlichen Geistes , sondern durch kind-liche Flingebung und männlichen Wissensdrang zuihrem Tempel geleitet wird.

4) Ist aber die Naturforscliung gleich einem Suchendessen, was dem Wesen des Suchenden entspricht,strebt der Geist den Ausdruck seiner selbst in derUmgebung zu erspähen, so mufs vor allem in derNatur die Möglichkeit gegeben seyn, dem Geistes-blicke des Menschen die eigene Geistigkeit zu ent-falten; eine Möglichkeit, deren Verwirklichung wirim Allgemeinen mit Leben bezeichnen , welches wirdemnach allen Sinnesgegenständen zugestehen. Umdas Leben der gesammten Sinnesgegenstände zu be-urtheilen, dient das eigene menschliche Leben zurVergleichungsstufe; wir unterscheiden auf diese Weisedas selbstständigere, individuellere organische Le-ben von dem bestandloseren, universelleren, anor-ganischen Leben, ohne jedoch eine strengeGrenzscheide nachweisen zu können. Zu ersterem zäh-len wir das der Thiere und Pflanzen, zu lezteremdie Thätigkeitsverhältnisse und qualitativen Beziehun-gen der Luft, des Wassers, der Metalle und einigerZwischenglieder; fassen wir aber die leztere Lebens-weise in ihrer allgemeinen Beziehung zur Erde auf,

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