Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
17
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Allgem. Verhältnifs des forschenden Menschen ij

den Character des Werdens, alles Gegenwärtige seineZukunft in sich. Unmittelbar wird dieses Verhältnifsdes Werdens zum Gewordenseyn im Gehöre, durchdie Phänomene des Schalls aufgefafst. Deutlich unter-scheiden w ir hier im Nacheinander der Schallschwin-gung das Werden in clen verschiedenen Verhältnis-sen zu sich selbst, und zugleich auf ähnliche Weisedas Gewordene, und setzen mehr oder minder un-bewüfst beide unmittelbar in Verhältnifs, indem wirSie einer höheren Gleichung fügen. Das, was dieseGleichung möglich macht, ist die in uns ausgepräg-te , und mehr oder weniger dunkel vorschwebendeIdee des Ganzen, des Schönen , wo das höchste vonihm Auszusprechende darin besteht, zu sagen, dafses ist. Ausser dem Gehör i?t diese höhere Glei-chung' in keinem der Sinne so deutlich entwickelt,als im Gesichtssinne. Die speciellere Würdigung derhieher gehören den Erscheinungen wird späterhin Vor-kommen.

2) Fassen wir auf obige Weise das Wesen und denZweck unserer Sinne auf, so folgt - auch von selbst,dafs aller sinnlichen Wahrnehmung Wahrheit ' zumGrunde liege, und dafs der Verstand sich selbst täuscht,wenn er dem Satz unbedingt huldigt: nichts sinnlichWahrnehmbare ist wahr ; denn alles ist blofs bedingtgesetzt. Buffons u. a. Einwurf, dafs, um über dieAussenwelt zur Gewifsheit zu gelangen, wir uns mi tunserem subjectiven Bewufstseyn in die Wesensphärejeglichen Dinges müfsten versetzen können, hat nur fürden einigen Scheingrund, der seinen eigenen Standp unct,sein Verhältnifs zu Gott und zur Natur nicht zu wür-digen weifs. . Subjectiv wahr ist die Natur für jedesihrer Glieder; aber es giebt eine Wahrheit, die über