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1 (1810)
Entstehung
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2 Einleitung. I. Abschniit.

ster anerkennen müssen. Diese in der Persönlichkeitsichtbar werdende Nothwendigkeit, welcher unser Geistunterworfen ist, wenn er zur Selbstanschauung gelan-gen will, führt zu der Idee des unbedingten , einigenewig selbstthätigen Seyns, wo vollkommen klares, all-umfassendes Wissen, ewige Wahrheit mit Ausschlufsjeder durch Individualität herbeigeführten Täuschung,statt des persönlichen Bewufslseyns gegeben ist.Die Fähigkeit aber, uns zu der Idee jenes rein gei-stigen, unbedingten oder göttlichen Seyns zu erhe-ben, bezeugt unmittelbar unsre eigene göttliche Ab-kunft , und sichert uns die Möglichkeit der Erhebungüber das irdische Daseyn und dessen Verhältnisse,oder die Realität des Glaubens an eine ewige Fort-dauer. Eine Folge dieses göttlichen Urquells mensch-. lieber Natur ist die Ahnung jener höheren Abhängig-keit, die über den Menschen als Schicksal waltet; derGlaube an eine göttliche Regierung der Welt und des-sen Offenbarung im religiösen Gefühle.

2) Diesem Verhältnisse des Menschen als Vernunft-wesen (zu Gott) untergeordnet ist das der Verglei-chung, zu sich selbst und zur Welt, oder als Verstan-desmensch. Das, was dem menschlichen Wesen ent-spricht, und überhaupt, was unter Gesetzen einer be-stimmten Beziehung, unter Fesseln niederer Noth-wendigkeit lebt, d. i. die gesammte Erscheinungswell,liegt im Gebiete des menschlichen Verstandes, undkann wenigstens der Möglichkeit nach von ihmbegriffen werden.

5) Das Verhältnis des sich betvufslen von Ichheitzeugenden Menschen , ist daher ein gedoppeltes : näm-lich dasjenige zu dem denkbar höchsten Standpunkteseines Innern, zum einigen geistigen Wesen, zum