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Ueber die merkwürdigen Quellen-Verhältnisse des westlichen Abhanges des Teutoburger Waldes
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Chlor.2,8169

Schwefelsäure.0,2400

Kalk mit etwas Magnesia.

Ist das Chlor blos an Natrium gebunden, so beträgtdas Kochsalz 4,6606 Gew. Th.

Ungeachtet der Kochsalz-Gehalt nicht ganz unbe-deutend ist, so beträgt doch die Menge der fixen Be-standtheile überhaupt nicht viel mehr, als man sie ingewöhnlichen süssen Quellen, ja selbst in Senkbrunnenfindet. Man kann daher die warmen Paderquellen kei-nesweges für Mineral - oder eigentliche Soolquellen undmithin für ungeeignet zur Bestimmung der mittlern Luft-Wärme halten. Der 1 Meile von Paderborn zu Salzkot-ten befindliche Soolbrunnen übertriflt die Temperatur derwärmsten unter den Paderquellen nur um 1°,15 R, unddoch hält er 85 Mal so viel Kochsalz.

Dem Verhalten der Paderquellen, hinsichtlich ihrerso sehr verschiedenen Temperatur, gerade entgegenge-setzt zeigen sich die Quellen-Temperaturen auf den Ca-narischen Inseln. Herr von Buch fand auf Teneriffa dieQuellen am Meeresufer im Mittel 14°,4 R, und zwei ineiner Höhe von 1640 Fuss 14°,2 und 14°,3 R.; ja er istder Meinung, dass die Temperatur der dortigen Quellensich bis über 4000 Fuss nicht sehr verändere, und dassebenso die Temperatur der Quellen am nördlichen Abhangevon Gran Canaria bis 2000 Fuss Höhe 13°,5 R. sey*).

Nimmt man beides zusammen, die so verschiedeneTemperatur so nahe neben einander, am westlichen Ab-hänge des Teutoburger Waldes entspringender, süsser Quel-len, und die fast gleiche Temperatur der auf so beträcht-lich verschiedenen Höhen auf den Canarischen Inseln zuTage kommenden Quellen, und berücksichtigt man dieschon längst von Herrn von Humboldt **) gegen die Be-stimmung der mittlern Temperatur durch Quellen gemach-ten Einwendungen: so wirdsichdas eben Gesagte von selbstrechtfertigen.

*) Poggcndorff’s Annal. Bd. XII. S. 411 u.fg.

**) Gilbert’s Annal. Bd. XXIV. S. 45 u. Bd. XXXI. S. S70.