Druckschrift 
Ueber die merkwürdigen Quellen-Verhältnisse des westlichen Abhanges des Teutoburger Waldes
Entstehung
Seite
18
Einzelbild herunterladen
 

18

lende Kohlensäure in allen Brunnenwassern, selbst indenen im aufgeschwäinmlen Lande, eine Folge der Oxy-dation der Pflanzenerde (Humus) auf Kosten des atmos-phärischen Sauerstoffes sey*); denn da das Wasser dermeisten gegrabenen Brunnen, wenigstens zumTheile, Seihe-wasser aus den obersten Schichten der Erde ist: so wirdes stets mehr oder weniger von der aus dem Humus ent-standenen Kohlensäure aufnehmen.

Die so sehr verschiedene Temperatur so nahe ne-ben einander entspringender süsser Quellen zu Lippspriti -ge und zu Paderborn zeigt, dass die Bestimmung dermittlern Temperatur der Luft durch Quellen sehr un-zuverlässige Resultate geben kann. Wenn sich in eineinso engen Bezirk ein Wärme - Unterschied der süssenQuellen von 6° R ergiebt, welche Temperatur soll mandann für die mittlere der Luft annehmen? —

Zum üeberflusse habe ich die Reste der mir vonden eben mitgetheilten Untersuchungen noch übrigenWasser verwendet, um wenigstens die vorzüglichstenihrer fixen Bestandlheile quantitativ zu bestimmen.

10000 Gewichtstheile Wasser aus der 12°,85. war-men Paden juelle enthielt

Chlor.3,726

Schwefelsäure. 0,2779

Kalk mit etwas Magnesia.

Ist das Chlor an Natrium gebunden, so beträgt dasKochsalz 6,165 Gew. Th.

10000 Gew. Theile Wasser aus Karpen's Gartenenthielten an fixen Bestanddieilen überhanpt 7,9873 Gew.Theile, worin

*) Die von Hm. Alex, von Humboldt behauptete, von Ande-ren widersprochene Absorption des Sauerstoffgases durchErden dürfen wir nach den von Schübler hierüber ange-stellten Versuchen, (diese .Zeitschr. Bd. XIX. S.455. u.»XXI.S. 203) wonach die obersten Schriften unserer Erde stetsSauerstoflgas absorbiren, sobald die Erdfläche feucht ist,und aus dem Humus Kohlensäure erzeugt wird, als entschie-den betrachten.