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Ueber die merkwürdigen Quellen-Verhältnisse des westlichen Abhanges des Teutoburger Waldes
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triehene Gas aus Kohlensäuregas und atmosphärischerLuft besiehe.

Da die oben mitgetheilten Untersuchungen der Gas-exhalalionen aus den Quellen zu Lippspiijige eine ähn-liche Zusammensetzung ergehen haben: so dürfen wir

wohl mit der grössten Wahrscheinlichkeit annehrnen, dassauch die Gasexhalationen aus der Quelle in Harpen's Gar-ten, so wie überhaupt alle Exhalationen aus den süssenQuellen der dortigen Gegend, aus einer Luft bestehen,die ärmer an Sauerstoflgas ist, wie die atmosphärischeLuft.

Ueber den Ursprung dieser Gasexhalationen, sowie des Gasgehaltes dieser Quellwasser dürfte sich fol-gende Hypothese mit grosser Wahrscheinlichkeit aufstel-len lassen.

Die Spalten und Klüfte des Kreide-und Quader-sandstein-Gebirges communiciren mit der Atmosphäreund sind daher mit Luft angefüllt. Das Wasser dieserKlüfte absorbirt von dieser atmosphärischen Luft, undzwar um so mehr davon, je höher die darüber stehen-den Wassersäulen sind, d. h. je stärker der Wasserdruckist. Ein Theil des absorbirten Sauerstoffgases oxydirtkohlenstoffhaltige Substanzen, wahrscheinlich organischeUeberreste in dem Kalk u. s. w., und so bildet sich Koh-lensäure, welche mit dem Wasser verbunden bleibt unddie Auflösung kohlensaurer Erden bewirkt. Kommt nundieses Quellwasser zu Tage, so reisst sich der Piest derunter höherem Wasserdruck aufgenommenen atmosphä-rischen Luft mit Ausnahme des in Kohlensäure umge-wandelten Sauerstoffes los, und es entwickelt sich eine anSauerstoffgas ärmere atmosphärische Luft. Derjenige An-theil der absorbirten atmosphärischen Luft, welcher dasWasser auch unter dem gewöhnlichen Luftdrucke zurück-halten kann, bleibt zurück. Merkwürdig ist, dass, unge-achtet der verschiedenen Verschluckbarkeit des Sauerstoff -und des Stickgases, dennoch beide ganz nah in dem at-mosphärischen Verhältnisse vorhanden sind; denn in dein