Von der Wärme.
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Im möglichst leeren Raume ist nach RobisonsVers. (Blicke a. a. O. ) der Siedepunct der Flüssig-keiten bei einer Temperatur gegeben, die 145° F.niedriger ist, als unter obigem Luftdrucke; der desWassers bei 67® F. (oder 15,55° R. oder 19,44° C.),des Alkohols bei 54°F. (oder o,8ö° R. od. i,ii°C.),Da die Tropfbarkeit der Flüssigkeiten aber nichtblofs durch den atmosphärischen Luftdruck statt fin-det, sondern zum Theii Erfolg der eigenen Cohäsionund der Erdschwere ist (vergl, II. u. III. Cap.), sodürfte die Erde bei plötzlicher Wegnahme des Luft-druckes, wahrscheinlich keineswegs von aller tropfba-ren Flüssigkeit durch Verdampfung befreiet werden.Erwärmung des Wassers im Wasserhammer. —Dagegen sieden jene Flüssigkeiten bei höheren Tem-peraturen, wenn der äussere Druck zunimmt; z. B.das Wasser im Papinianischen Digestor (S. 339)nach Muschenbroek bei einer Hitze, bei welcherBieidräthe schmelzen, d. i. bei 54 °° F. — Ueber dieErhitzung in hermetisch versiegelten Gefässen;vergl. S. 340.
6) Mehrere Substanzen verändern wenn sie im Was-ser gelöst werden, den Siedepunct desselben (beiübrigens gleichem Luftdrucke) sehr auffallend, z. B,die meisten Salze, Säuren, Oele, Harze, Kampher,Balsame, Honig und Schleime erhöhen ihn, wäh-rend er durch Zusatz fein zertheilter Metalle,des Schwefels, der Metalloxyde, Erze, Steine, Glas,erdiger Salze, gesättigter Lösung des Bittersalzes, Bo-raxes , Alauns etc. erniedrigt und durch nachfol-gende Beimischungen gar nicht geändert wird: Mer-kur, schwefelsaures Kupfer, weisses Colophonium,Sandarak und Drachenblut.