870 III. Theil. XI. Capitel.
erstarren, v. Mons durch salzsauren Kalle und festesAetznatron eine grosse Kälte hervorbringend, beob-achtete dafs mehrere Salzlösungen ihr Salz tlieilsin Pulvergestalt, tlieils krystallinisch fallen liessen ;Gold, Silber, Zinn und Blei verloren ihre Häm-merbarkeit (Zerspringen der Holzaxten und Beile beimGebrauch in heftiger Kälte) und eine Feder liefs sichwie Glas zerbrechen. Lowitz brachte in einem Ge-menge von trocknern Aelzkalk und Schnee 12 undein ander Mal 25 Pfund Merkur zum Erstarren. —Alkohol und flüssige Salzsäure, so wie alle wirk-lichen Gase wurden zur Zeit noch durch keinen be-kannten Kältegrad zum Gefrieren gebracht.
12) Da die Temperatur unseres • eigenen Körpersnicht immer gleich ist, so kann auch unser durchdas Gefühl geleitetes Urtheil über die Wärme oderKälte der Umgebung oftmals verschieden ausfallen,ohnerachtet die Umgebung dieselbe Temperatur bei-behalten hatte. Keller scheinen im Winter warm,im Sommer kühl. Das Wasser kommt der an kältereUmgebungen gewöhnten Hand wärmer vor, als demdurch die Bedeckung an wärmere Umgebungen ge-wöhnten Leibe.
JS) Von der Fortpflanzung der Kälte und der IVärme.
( Mittheilung , Leitung tind Stralung .)
§. lßl.
XXXXVIII. Vers, a) Zwei Th eile warmesWasser von 6o° R. und drei Theile Wasser vonio° R. werden in einer porzellanenen Schale miteinander gemischt; die Temperatur der Mischungwird 30°R. seyn. Werden zwei gleichartige