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III. Theil. X. Capitel.
jo) Aus den bisher beigebrachten Beob. über dasFarbenbild, scheint nun genau erwogen zu folgen:dafs dieses Phänomen das Resultat einer continuirli-chen Lichtbrechung ist, die durch continuirliche Ver-grösserung des Brechungswinkel im Prisma fortschrei-tend wächst; dafs mithin ein bestimmtes Brechungs-verhältnifs des Lichts, für das empfindende Auge, miteiner bestimmten Farbe notliwendig eins ist, und diel othe Farbe dort erscheint, wo das Licht (dem Bre"chungswinkel am nächsten und somit den kürzestenWeg durch das Glas beschreibend) am meisten ge-brochen wird, die violette hingegen, wo es (deinBrechungswinkel am fernsten und somit den längstenWeg durch das Glas beschreibend) am meisten gebro-chen wird. Plieraus folgt, dafs alle durchsichtige Kör-per das Farbenbild zu erzeugen vermögen, wenn ihrVolum nach irgend einer Seite fortwährend in Ab-nahme ist, und dafs, wenn das Prisma um seine Axegedreht wird, die Farben in der Ordnung verschwin-den oder erscheinen müssen, je nachdem das Prismadem Lichte den Brechungswinkel mehr oder wenigerzuwendet, und die Farben eine geringere oder stär-kere Brechbarkeit des Lichtes anzeigen. Vergl. Wag-her a. a. O. 6g. ff. Erinnern wir uns nun, dafs alleKörper ausfer der scheinbaren eine wirkliche durch-sichtige Oberfläche darbieten, so wird es jetzt klar,warum dieselben in einer gewissen Richtung gegendas Licht gehalten, mit Regenbogenfarben spie-len (Wagner a. a. O.), indem das Licht (sowohlbeim Einfallen als auch) bei der Reflexion jeneFarben erzeugende Brechung erleidet. Hieher gehörtdas Farbenspiel schmelzender oder auch bereits inOxydation begriffener Metalle; der Blick des Silbers;