Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
829
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Von dem Lichte.

S * 9

Noch vergl. man hierüber Thom. Youngs Meinung,dafs das Licht Undulation eines elastischenMediums ist; Gilberts Ann. 1806. 4 St. 337396. Oken läfst das Licht in einer Polarisirung (Span-nung) des Aethers (des durchsichtigen, vergl.Aristoteles Mein. 749) bestehen; bewegter Aetherdessen Polarität aufgehoben (z. B. durch dunkele Kör-per) giebt das Phänomen der freien Wärme; derleuchtende Körper hat (gleich der Sonne) das po-lar isir ende, spaltende, der beleuchtete (gleichdem Planeten) das indifferenzirende, verschlu-ckende Princip in sich; ruhender Aether ist (alsrelativer Gegensatz des Lichts) das Finstere, Un-sichtbare etc. Das Farbenbild (eine mehrfachePolarität) ist der abgelenkte, und daher selbst-leuchtende Schatten des Prisma, welches mehrals einen Schatten, so mit auch mehrere Farbenbilderauf die Wand wirft etc. Vergl. dessen Erste Ideenzur Theorie des Lichts, der Finsternifs, der Farbenund der Wärme. Jena 1808. 4. u. Neutons ersterBeweis für die verschiedene Brechbarkeit der Licht-stralen, wodurch die Verschiedenheit der Farben er-zeugt werden soll: widerlegt (?) von Oken; 'in Geh-lens N. Journ. f. Cliem. Phys. u. Min. VIII. 269. ff.Dagegen scheinen Th. v. Grotthuss opt. Vers, dieverschiedene Brechbarkeit der Lichtstralen überallen Zweifel zu erheben; vergl. a. a. O. S. 255268.Mehrere dieser Versuche schliessen sich den oben er-wähnten v. GöTiiEschen Vers, an, und geben ausser-dem noch ein Mittel an die Hand, die Entfernungenleuchtender Gegenstände auszumitteln, welche diesehaben müssen, um dem Beobachter eine gleiche Quan-tität Licht zuzusenden; vergl. S. 773 dies. Grundr.