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III. Theil. X. Capitel.
gen, die Möglichkeit der Farben zu suchen. Die ro-then Stralen haben die gröfste, die violettendie geringste Geschwindigkeit, und indem die ge-schwinden Stralen weniger gebrochen werden, als dielangsameren, entsteht prismatische Farbenzerslreuung-Dunkele Körper geben dem Aether entweder Schlägevon einerlei Geschwindigkeit, und erscheinen dannf ar b i gt, oder ertheilen dem Aether gar keine Schlägezurück , und sind dann schwarz. Das w e i s s eLicht entsteht durch den Gesammteindruck von Aether-sclilägen, die in ungleichen Zeiten, einige langsamerandere schneller, erfolgen. Die Vibrationsverhältnisseder Farben des Farbenbildes, verhalten sich zu einan-der ohngefähr, wie die Schallgeschwindigkeiten einerOctave; und deshalb glaubt E. dafs dem ersten Far-benbilde noch ein zweites (wie in der Musik auf eineOctave die nächste) folge, dessen rothe Stralen mitden blauen des ersten vereint, die violetten Stralendesselben bewirke. (Durch chemische Beob. gelei-tet kam ich vor einigen Jahren auf die Vermuthung,dafs hinter dem ersten Farbenbilde, noch ein zwei-tes existire, vergl. m. Grundr. d. Chemie I. S. 290;die hieher gehörenden Phänomene lassen sich jedochbefriedigender und naturgeinässer dadurch erklären,dafs jeder farbige Stral einem electrischen Magneteähnlich 44S — 1, in erregbaren Stoffen, entgegenge-setzte electrische Verhältnisse hervorruft. Mehr hier-über weiter unten. ) So wie nach Eulers Hypothesedie Erklärung des Schattens fast unmöglich wird, sobieten sich bei der Erklärung der Farbenzerstreuungfast noch grössere Schwierigkeiten dar, besonders läfstsich nicht einsehen, wie die Farbenzerstreuung nichtmit der mittleren Brechung im Verhältnifs stehe.