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III. Theil. X. Capitel.
scn musikalischer Accorde gewählte Farben,zum Theil Weifs, zum Tlieil eine dem Weissen sehrnahe kommende lichte Farbe geben. Ilieher gehörtauch Neutons Bemerk., dafs Farben, die innerhalbeiner gewissen Grenze liegen, gemischt die mittlereFarbe hervorbringen, und dafs die ausserhalb dieserGrenze liegenden, gemischt von jenem Mittel sehrabweichen und oft sehr licht werden. Aehnliche Be-merkungen verdanken wir den Bemühungen einesLeonardo da Vinzi, Schäfer, Schiffermüeler,Lambert, Mayer und Lichtenberg; das am tief-sten Gedachte haben aber neuerlichst Runge undSteffens darüber beigebracht, in der so eben erschie-nenen Farbenkugel oder Construction des Verhält-nisses aller Mischungen der Farben zu einander, undihrer vollständigen Affinität, mit angehängtem Vers,einer Ableitung der Harmonie in den Zusammen-stellungen der Farben. Von P. O. Runge, Mahler.Nebst einer Abhandl. über die Bedeutung der Farbenin der Natur, von II. Steffens. Hamburg 1810. 4.Nach R, ist eine harmonische, disharmoni-sche und momentane Zusammenstellung der Far-ben möglich, und zwei nebeneinander gestellte Far-ben, wirken, wenn sie vermischt werden, entwederfeindseelig auf einander (z. B. roth und grün in grau)oder sich zu einander neigend (roth und orange),oder sich productiv vereinigend und sich so in ihremProducte verlierend (roth und gelb zu orange). DieFarben verhalten sich überhaupt zu dem Auge alsmehr oder weniger entgegengesetzte individuelle Kräfte,welche im Grau, als dem Gegensätze aller Farben-individualität, ihre allgemeine Auflösung finden. Alsreine Farben erscheinen blau, gelb und roth, sich