III. Theil. X. Capitel.
812
n e n Slral des Farbenbildes nicht der Fall ist. Wasdiese leztere Behauptung über die Zahl der Grundfar-ben betrifft, so bemerken wir vorerst, dafs TobiasMater nur Roth, Gelb und Blau als Grundfar-ben ansieht, und die übrigen durch Ineinanderflies-sung und Mischung zweier Grenzfarben entstehenläfst; z. B. Orange aus Roth und dem angrenzendenGelb. Der NEUTONsdien Beob., dafs das ursprüng-liche Orange (Grün, Hellblau und Violet) durchfernere Brechung nicht weiter in die angeblichen Be-standtheile auseinandergehe, glaubt er dadurch zu be-gegnen, dafs er annimmt; die Mischungskraft derBestandteile des ursprünglichen Orange etc.sey stärker, als das Zerlegungsvennögen des Prisma;wobei es jedoch immer paradox bleibt, dafs diesesnicht der Fall ist, bei einem aus rothen und gelbenStralen des Farbenbildes künstlich erzeugtem Orange.Einen weiteren Grund für seine Behauptung findet T.Mater in folgendem Phänomene. Tiieilt man eineum ihre Axe bewegliche kreisförmige Scheibe (Far-ben spindel) in sieben Sectoren, die mit Pig-menten überstrichen werden , welche die sieben Haupt-farben zu representiren vermögen, dergestalt dafs fürdie rothe Farbe 45 0 , für die Orange 27 0 , für dieGelbe 48°, für die Grüne 6o°, für die Him-melblaue 6o°, für die Indigoblaue 40°, undfür die Violette 8o° des Kreisumfanges kommen,und dreht nun die Scheibe um ihre Axe, so er-scheint alles weifs. Beobachtet man andereTheil Verhältnisse der genannten Farben, so erhält dasAuge unter den angeführten Umständen, farbigeEindrücke. Eine Farbenspindel, nur in drei Secto-ren, einen rothen, blauen und gelben getheilt,