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2 (1810)
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814
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III. Theil. X. Capiiel.

die Empfindung des Sehens; indem er zuvörderstbeim Durchgänge durch die Hornhaut und wäs-serige Feuchtigkeit vor und hinter der Pupille,und dann beim weiteren Fortgange durch dieKrystallinse und durch die gläserne Feuchtigkeit,eine zahllose Menge von Brechungen erleidet,weil die einzelnen Häutchen und Zellen dich-tere und brennbarere Medien als die atmos-phärische Luft sind. Diesen häufigen Brechun-gen zu Folge, werden jene Stralen immer demPerpendikel zu gebrochen, und kommen so ohneKreuzung in einem Puncte auf der Netzhaut zu-sammen. Dasselbe findet bei allen übrigen ein-fallenden Stralen statt; alle haben im gesundenAuge ihre Vereinigungspuncte auf der Netzhaut,wo mithin der Ort des von den Gegenständengemachten Bildes im Auge ist.

1) Ueber das Sehen der Operirlen, denen durchdie sog. Extraction die Krystallinse herausgenom-men worden; über die Meinung, dafs das Bild derGegenstände auf der Netzhaut verkehrt erscheine, undüber die Vergleichung des Auges mit der Camera ob-scura. Erläuterung durch das künstliche Auge.Ein nur in die Ferne deutlich sehendes Auge,heilst weitsichtig (bresbyta), und ein nur naheGegenstände deutlich sehendes, kurzsichtig (rnyops);bei ersterem werden die Stralen nicht stark' genuggebrochen, und ihre Vereinigungspuncte fallen daherüber die Netzhaut hinaus (dieses Auge erfordert umnahe deutlich zu sehen ein convexes Brillenglas); bei