Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
791
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Von dem Lichte.

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in der wahren Oberfläche des Spiegels ein dichteresund cohärenteres Medium als das war, aus welchemsie zum Spiegel gelangten, werden dadurch von dergeraden (aber nicht senkrechten) Richtung in der siezur Oberfläche gelangten nach und nach wiederholtabgelenkt, und so in die Gestalt einer Curve gebracht(S. 778), der zufolge sie das durchsichtige Medium"der wahren Oberfläche wieder verlassen, und nunnach aufgehobenem Hindernisse, mit verstärkter Kraft(gleich dem Pendel) über die letzt erhaltene Rieh-tungslinie hinaustreten. Sie werden daher noch vorder Berührung der scheinbaren Oberfläche gekrümmt(gebrochen) und dann reflectirt.

6; Etwas ganz ähnliches begegnet den Lichtstralenwenn sie in der Luft an den Kanten undurchsichti-ger Körper Vorbeigehen; sie weichen dann mit einergegen den Körper convexen Krümmung, von ihrerursprünglichen Richtung ab. Man nennt dieses Phä-nomen die Beugung des Lichtes (Inflexio lucis),die schon von F. M. Grimaldi (physico - mathesis delurnine, coloribus et iride, aliisque adnexis. Bo non.1665. 4.) beobachtet, aber von Nf.uton (Optice. III.Obs. 27a ff. ) zuerst genauer untersucht wurde. NachNetiton beträgt jene Entfernung des gekrümmtenStrals von der scheinbaren Oberfläche ^so ^ ls jss Zollwas jedoch wohl gar sehr von der verschiedenen Glätte(siehe oben) der Kante oder Fläche des undurchsich-tigen Körpers abhängig seyn dürfte. Dieser Beugungzu Folge, wirft ein Faden (feiner Drath, Haar etc.)auf welchen durch eine sehr kleine Oeffnung einesfinsteren Zimmers einige Sonnenstralen fallen, Neij-to.ns Beob. gemäfs, auf weisses Papier einen Schat-ten, welcher breiter ist, als er bei ungeänderten ge-

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