III. Theil. IX. Capitel.
zugeschrieben, und aus einigen dem gedachten Werkeangehängten Fragen (-vorzüglich aus questio XIX.)abgeleitet. Dieser Hypothese zufolge ist das Lichteine reine höchst elastische Flüssigkeit, welche vondurch sichtig en-Körpern durchgelassen, von vveis-sen unverändert, von farbigen Körpern zerlegt(und nur zum Theil) zurückgeworfen wird. Dunkeleundurchsichtige Körper werfen das Licht (von ihrenglatten Oberflächen) entweder zurück, oder absorbi-ren es vollständig, und erscheinen in diesem lezterenFalle schwarz. Phosplioren (642) nehmen einen Theil dessie erleuchtenden Lichtes in sich auf, und lassen ihn(nach dem Gesetze des Gleichgewichts) nach einigerZeit wieder fahren. Bei Verbrennungen und ähnli-chen Processen wird das Licht als frei beweglichesLicht entbunden, ohne von der nächsten Umgebungbedeutend absorbirt zu werden, und gelangt so, wiedas Licht jedes leuchtenden Körpers ins Auge etc.Homberg, T. Baktholinus, Macquer, de Morveau,Scheele, Weigel, Baume, Girtanner, Hagen undLink, Dize und Berthollet halten theils Wärmeund Licht für Modificationen einer und derselben Ma-terie , theils betrachten sie das eine Phänomen als dendurch Verschiedenheit in der Bewegung verändertenAusdruck der Wirkung des andern. Nach Sciielling istLichtstoff freier Wärmestoff, und Wärme gebundenerLiehtstoff. Winterl läfst das Licht auf Materiendurch zwei relative Kräfte wirken, eignet ihm aberalle entgegengesetzten Eigenschaften der Materie zu;vergl. 616 u. H ei delb er gis cli e Jahrb. d. Liter, f.Matliem. Pliys. u, Kameralwissenscli. III. Jahrg. 2s H.S. 79 ff. 1810. 8. u. S. 638 dies. Grundr. Die Dyna-iniker betrachten das Licht als die Wirkung der