744
III. Tlieil. X. Capitel.
Tage, nur wenige in der Dämmerung, dann aber aus-serordentlich scharf.- Ihr Augapfel ist nach hintenzu sphärisch, nach vorne zu flach. Die Krystalllinseliegt in einem schwarzen kegelförmigen Beutel undist sphärisch; und auf alle Entfernungen der Gegen-stände richtungsfähig. Daher vorzüglich die Raubvö-gel in der weitesten Ferne die kleinsten Objecte be-merken. Einige Vögel z. B. die Papageien könnenin leidenschaftlicher Stimmung ihre Pupille beischwachem I-ichte abwechselnd öffnen und schlies-sen. Das schwarze Pigment, wird durch irn glä-sernen Körper befindliche schwarze Fächer vertre-ten. Vom Anfänge der Netzhaut gellt aus demSehnerven zur hintern Fläche der Krystallinse einhäutiges, gefäfsreiches, schwarzbraunes, fächerartigesgefaltetes Parallelogramm, der Kamm (Pecten), undnach aussen ist die Netzhaut mit schwarzem Schleimüberzogen. Die Augen aller Vögel stehen seitwärts,und ihre Blinzlraut hat einen eigenen Muskel;gewöhnlich ist von aussen nichts als die Iris sicht-bar, jedoch weichen hierin einige, 3. B. der Läm-geier (Falcus barbatus) ab. Die Sclerotica des Augesdieses stets in Sch nee regio n e n lebenden Vogels,bildet einen weiten orangegelben Wulst um die Cor-nea, so dafs man beim ersten Anblick die Iris (wel-che blasgelb ist und sich hinter die Sclerotica zu-riickzielien kann, wenn sich der Augenstern erwei-tert) für so gefärbt halten sollte. Der Gorp. ciliareist grofs, um die Krystalllinse anliegend ein Netz bil-dend; die Netzhaut ist tief orange und scheint durchdas Pigmentum nigrum durch. — Der Augapfelder Amphibien ist grofs, fast kugelförmig und miteiner fast durchsichtigen Augen decke versehen, die