Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
740
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111. Theil. X. Capitel.

?4°

an einander laufenden Adern und einem zarten Zell-gewebe bestehend, welches mit einem schwarzen dick-flüssigen Stoffe vergl. 687 durchdrungen undbesonders auf der inneren Fläche überzogen ist); siezieht sich nach vorn in den Faltenkranz (Corpusciliare) zusammen, dessen Falten (Processus ciliares)auf dem vorderen Rande der Linse liegen. 5) DieNetz-, Nerven- oder Muskelhaut (Retina s. T.nervea, weich sehr dünn und zart, aus nicht netz-förmigen durchaus gleichmässig zusammenhängendenNervenmarke bestehend, auf der inneren Fläche miteinem feinen Adernetze überzogen, und nach der vondem Jesuiten Scheinen. ejusd. oculus. p. 176 zu-erst erwiesenen Vermuthung, den eigentlichen Sitz desSehens darstellend). Der vordere kleinere Theil ent-hält die durchsichtige Hornhaut (T. cornea, dick,der Gestalt eines Abschnittes von einer hohlen Kugelähnelnd, auf die für sie verhandene fast kreisrundeLücke der Sclerotica aufgesetzt, und in der ge-nannten Haut durch ein sehr derbes Zellgewebe befe-stigt ), Hinter ihr ist die Regenbogenhaut (Iris)eben ausgespannt, welche insbesondere auf ihrer hin-teren Fläche, auch die Traubenhaut (Uvea) oderdie Blendung genannt wird. Sie hat zum Eingängeder Lichtstralen in der Mitte ein rundes Loch, dasLichtloch, die Sehe (Pupilla, welches sich beischwachem Lichte erweitert, bei starkem verengt)und besteht aus Adern und Nerven , welche von ih-rem Umfange zum Lichtloche hinlaufen. Die LI ä u t edes Auges hängen theils unter sich zusammen, theilsenthalten sie Höhlungen, welche mit drei durchsich-tigen Medien, die gewöhnlich die Feuchtigkeiteil(Humores) genannt werden, erfüllt sind: 1) Dieje.