Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
727
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Von dem Schalle.

um ihre Axse drehen wollten. Chladni a. a. O.§ 4 7 - ff -

6) Zur Hervorbringung der Longitudinalschwin-gungen an einer Saite, mufs dieselbe innerhalb ei-nes schwingenden Theiles mit dem Violinbogen (un-ter einem so spitzen Winkel wie möglich) der Längenach gestrichen, oder nachdem sie mit Geigenharzbestrichen, mit einem weichen Körper (z, B. miteinem Stückchen Tuch, mit dem Finger etc.) derLänge nach gerieben werden. Holz- und Metall-stäbe werden auf ähnliche Weise mit Tuch gerie-ben , nachdem sie zuvor mit Geigenharz bestäubt wa-ren. Glasstäbe (wozu sich am besten Thermome-ter- oder Barometerröhren schicken) befeuchtet manzuvor mit etwas Wasser, und bestäubt sie dann mitfeinem aber scharfen Sande oder Bimssteinpulver.(Chladnis Euphon.) Vergl. a. a. O. §. 89 etc..Zu den drehenden Schwingungen werden die glat'ten Oberflächen der Stäbe auf ähnliche Weise wie beiden Longitudinalschwingungen behandelt, nur mitdem Unterschiede, dafs das Reiben nicht der Längenach, sondern links oder rechts in einer drehen-den Richtung geschieht. Eine andere Art vonLongitudinalschwingungen wie die obigen, wo eineSaite , an welche ein Gewicht gehängt ist, sich nacheiner geschehenen Aufhebung des Gleichgewichts soausdehnt und zusammenzieht, dafs das Gewicht selbstdadurch abwechselnd auf - und niederwärts bewegtwird, hat der Graf Giordano Riccati (a. a. O. §.(ja.) beobachtet.

7) Die Verbreitung des Schalles in der Luft undin festen Körpern scheint vorzüglich durch Longitudi-nalschwingungen zu geschehen. Würde diese Vermu-