Von dem Schalle.
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selbe Art empfindet, wie es einen einzelnen Ton em-pfinden würde, bei welchem die Schwingungen inden Zeiträumen des Zusammentreffens erfolgten. Vergi,Chladni a. a. O. 207. Können z. B. die beidenwirklich angegebenen Töne durch die kleinsten Zah-len ausgedrückt werden, so hört man zugleich einentieferen Ton der mit der Zahl 1 übereinkommt. Ro-mieu bemerkte dieses Mitklingen (1755) zuerst; vergi.Tartini trattato di Musica secondo la vera scienzadell’ Armonia. Padova 1754. la Grange Recher-ehes sur la son, in den Miscellan. Taurinens. tom. T.§. 64. Sarti’s Anwendung dieser Erscheinung zurBestimmung der Schwingungszahl eines Tones; inVoigts Mag. I. 102. Abt Voglers Benutzung diesesMitklingens bei der Orgel, indem er 2 kleinere Pfei-fen, deren Töne zu dem Dreiklange eines Grundtonsgehören, einer sehr grossen, die einen tieferen Tongiebt, substituirt.
4) Durch jeden Schall werden alle anderen umherbefindlichen Körper, welche in derselben Geschwin-digkeit (des angegebenen Schalls) zu oscilliren ver-mögen, mitbewegt. Sehr häufig entsteht dadurch Mit-klingen dieser Körper; so giebt z. B. ein Clavier öf-ters ungespielt einen Ton an, wenn dieser Ton an-derweitig in demselben Zimmer entwickelt wurde.Eine vortheilhafte Anwendung macht man von diesemMitklingen zur künstlichen Verstärkung des Schalles;dahin gehört die Einrichtung und Wirkung des Re-sonanzbodens (Fundus resonans) der hinlänglichgrofs, nicht zu dick und gehörig elastisch seyn mufs,um alle Schwingungen mit Leichtigkeit aufzunehmenund wiederzugeben. Auch der Resonanzboden kannmehrere Töne .zugleich angeben und somit verstärken.