Von dem Schalle.
706
welche in d. kün. Academ. d. Wissensch. zu Berlinvorgeiesen worden. Berlin 1795. 4. S. 1S7 ff- —Die Fortpflanzung des Schalles durch conlraclile festeKörper, geschieht zwar sehr geschwinde, wenigstensweit geschwinder als durch die Luft (vergl. S. 144 d.Grundr.), aber wahrscheinlich doch nicht so schnell,als die des Lichtes durch durchsichtige Medien. DieStärke (Iritensio) des Schalles nimmt bei der Ver-breitung desselben ab, wie das Quadrat der Entfer-nung zunimmt; vergl. S. 14g—146.
2) Gewöhnlich ist es die almosphär. Luft, welcheden Schall aufnimmt und fortpflanzt (Schallwel-len, Undae sonorae), und schon früher (S. ggg) fan-den wir, dafs dünnere Luft den Schall mit geringererStärke verbreitet, als dichtere, und dasselbe gilt auchvon der eingeschlossenen kalten Luft verglichen mi tder eingeschlossenen wärmeren; denn in beiden Fäl-len ist die Elasticität der Luft grösser. Dahin ge-hört auch die Bemerkung, dais bei übrigens gleichenUmständen ein Schall, z. B. der einer Glocke, dortweiter gehört wird, wo die Luft dichter ist (z. B. inThälern), als dort wo sie dünner ist (z. 3 . auf Ber-gen). Feuchter Dunst, Regen, Schnee etc. vermin-dern die Intensität eines Schalles, während sie durchTrocknil’s erhöht wird. Nach Priestley nimmt dieStärke des Schalles in Gasen von verschiedener Dich-tigkeit, wie diese zu; der Schall einer im Wasser-stoffgase eingesperrlen Glocke, war fast so wenighörbar, als in der GuERiKESchen Leere (555): imS a u e r s to f f g a s e und im kohlensauren Gasemehr als in gemeiner Luft. Chladni a-a. O. §.206.— Roerbucks Beob. im Windgewölbe der DevonerOefen; in Gilberts Arm. IX. 50. ff.
C 45 )