Von dem Schalle.
ies zu begründen. Da das Ohr mit seinen Haupt-tlieilen nach den Regeln der Parabel entwickelt ist,so dürfte vielleicht die Conslruction der Hörrohre nachder Form der Parabel die zweckmässigste seyn.
5) Verstopft man das eine Ohr, und bleibt beiverbundenen Augen stets in einerlei Stellung, soscheint der Schall, er werde erregt, wo man w'olle,immer von der Seite des offenen Ohrs herzukom-men, und zwar von dem Orte, welcher dem Ohregerade gegenüber liegt, d. i. in der acnstischen Achsedes Ohrs. Behält der foridaurende Schall dieselbeStärke, und dreht man nach und nach den Kopf ge-*gen alle Puncte des Horizontes, so wird der Schallbald stärker bald schwächer vernommen, je nachdemdie acustische Achse des offenen Ohrs sich der Rich-tung des Schalles nähert, oder sich von derselbenentfernt, und die Empfindung ist am stärksten, wenndie acustische Achse mit der Richtung der Schwin-gungen zusammen trifft. Man kann also auf dieseArt durch ein einziges Ohr die wahre Pachtungdes Schalles entdecken, die bei beiden geöffnetenOhren, aus der Ungleichheit der durch ein Ohrmehr als durch das andere gegebenen Empfindung er-kannt wird. ( Venturi in Voigts Magaz. II. ts St.)Zur Bestimmung der Richtung entfernter Schalle , istdie willkürliche Beweglichkeit des äusseren Ohrs(welche man bei den Thieren und auch bei denenim Naturzustände lebenden Menschen antrifft) wahr-scheinlich von bedeutendem Nutzen.
6) Vergl. Dr. E. F. F. Chladni’s Acustik. MitKupfern. Leipzig 1802. 4.; wo man zugleich dievollständige Literatur dieses Theils der Physik findet.Die Wissenschaft die vom Schalle handelt, wird über-