Von d. chem. Processe u. unterwerft». Stoffen. 671
ätlier (Salpeternaphthe Aether s. Naphtha nitri)bemerken. Nach a— 3 Tagen wird der Aethernicht weiter vermehrt, und kann durch einenScheidetrichter abgesondert und von anhängenderSäure durch etwas verdünnte Aetzkalilauge oderKalkmilch gereinigt werden. Das Gewicht dessel-ben beträgt gewöhnlich soviel als die angewandteSalpetersäure.
1) Nur der Salpeteräther läfst sich durch einesolche Schichtung von Säure, Wasser und Alkoholhervorbringen. Die übrigen zur Aetherbildung fähi-gen Säuren, heischen die vollkommene Mischung vonAlkohol und Säure, und die Destillation dieses Ge-misches , wenn auch nicht zur Einleitung des Aether-bildungsprocesses doch zur vollkommenen Durchfüh-rung desselben. — Die Säure welche den Salpe-teräther anfänglich verunreinigt, besteht theils aussalpetrichter Säure, theils aus Essigsäure. Auchder vollkommen von Säure befreite Aether, wird nacheiniger Zeit wiederum sauer, wobei sich ein beson-deres Gasgemisch entbindet; dasselbe entwickelt sichauch, wenn man den Salpeteräther durch unmittel-bare Mischung von Säuren und Alkohol (und nach-folgender Destillation) bereitet, und wurde sonst un-ter der Benennung ätherisirtes Salpelergas alseine eigne Gasart betrachtet. Nach Thenards Vers,ist es hingegen ein veränderliches Gemisch aus dampf-förmigem aufgelösten Aether, Salpetergas, Stickgas,oxydirt. Stickgas, Kohlensäure, Essigsäure, Alkoholetc. Derselbe Experimentator erhielt durch Zerstö_rung des Salpeteräthers bei hoher Temperatur im