Von d. ehern. Processe u. unterwerft). Stoffen. 651
detonirenden Salzen sich verbindend, die zum Theilnoch bleichende Kräfte gegen gefärbte Zeuge, grünePflanzentheile etc. ausiiben (JAVELiüsche Lauge),uncl die aus der Silberauflösung kein Hornsilberfällen. Rücksichtlich der freien Wirkung des Sauer-stoffs, kommt die Salpetersäure (Stickstoffsäure)der oxygenirten Salzsäure am nächsten ; so wie beideSäuren die zersetzbarsten sind. Daher entbindet dieSalpetersäure bei den Metallauflösungen in ihr,beim Contacte der meisten organischen Stoffe (wo-durch theils Harze —aus einigen ätherischen Oelenz. B. aus Bernsteinöl — theils Pflanzensäuren, z. ! B.Aepfel, Schleim oder Milchzucker-, Weinstein-, Kork-und Kleesäure etc. gebildet werden), sehr häufig Sal-peter gas (nitrose Luft, Salpeterluft) welches sichvon der Salpetersäure durch den geringeren Sauerstoff-gehalt unterscheidet, und gleich dem Stickgase, demkohlensauren, salzsaurem, und flufsslaujrem Gase(welches durch Schwefelsäure aus dem Flufsspathed. i. flufssaurem Kalke entbunden, die Kieselerdeder Gefässe auflöst und sich damit ver-flüchtigt, vergl. S. 624) nicht entzündet wer-den kann, wiewohl es den Sauerstoff der Lebensluftund der atmosphärischen Luft begierig an zieht,und sich damit zum erstickenden, orangem Dun-ste verbindet, der mit Wasser nach und nach ver-eint, unvollkommene Salpetersäure darstellt. Aus-ser dieser Säure und dem Salpetergase kennt mannoch eine (theils durch Auflösung einiger Metalle insehr verdünnter Salpetersäure, theils durch gelindeErhitzung des salpetersauren Ammoniaks, oder auchdurch Erwärmung des Salpetergases über Schwefelkalkdarzustellende) Mischung aus Sauerstoff und Stickstoff