II. Theil. VII. Capitel.
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dene Sauerstoffgehalt mit dem übrigen Theile derSalzsäure, zur oxygenirten (oder deplilogistisirten)Salzsäure, eine Verbindung die sich vorzüglichdurch die fast freie Wirkung ihres Oxygens aufbrennbare Körper und Stoffe, vor der gemeinen Salz-säure und anderen Säuren auszeichnet. Sie existirtin einem Mittelzustande zwischen Gas und Dampf,besitzt eine gelbe Farbe, löst Gold auf, und bleichtdie meisten Pigmente, daher ihre Anwendung zurSchnellbleiche, verschiedene Metalle z. B. gepulvertesSpiefsglas, Messingblech, Kupfer - Zinn - und Messing-dratlr (Gold-, Silber-, Blei- und Eisendrath abernicht); verschiedene schwefelhaltige Metalle, z. B.Scliwefelspiefsglas, Zinnober; und Phosphor entzün-den sich darin, auf Kosten des Sauerstoffs verbren-nend und gemeine Salzsäure zurücklassend, die sichmit den Metalloxyden mischt oder als Dunst diePhosphorsäure umgiebt. Geathmet erregt sie Bluthu-sten und ist, wie das gemeine salzsaure Gas irre-spirabel, und im Wasser löslich. Da sie das Queck-silber angreift und vom heissen Wasser wenig aufge-nommen wird , so fängt man sie unter Flaschen diemit heissem Wasser gefüllt sind auf. Setzt man dieseSäure mit flüssigen Aetzalkalien in Berührung, soentsteht in ihr eine Vertheilung ; es scheidet sichnämlich ein Theil gemeine Salzsäure aus, mit einemAntheil Alkali zu gemeinem salzsauren Alkali (wel-ches Silberauflüsungen zersetzt; salzsaures Silber dar-aus niederschlagend) sich verbindend, während sichdas übrige Alkali mit der entstandenen hy per oxy-genirten Salzsäure, zu krystallisirbaren, durchReibung leuchtenden, mit brennbaren Stoffen, vor-züglich mit Phosphor, durch blossen Druck heftig