Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
643
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Von d. cltem. Processe u. unlerwerfb. Stoffen. (3<f3

bei Erhitzung einer Mischung aus Schwefel undKupfer (u. a. Metallen), über das Leuchten desMe er Wassers etc. (vergl. v. Humboldt a. a. O.)

4) Schüttelt man Blei- oder Zinnamalgam ineiner, reine atmosphärische Luft enthaltenden, wohlverstopften Flasche anhaltend, so wird das Amalgamnach und nach ohne merkbare Lichtentwickelung inschwarzgraues Oxyd verwandelt; öffnet unan jetzt dieFlasche unter destillirtem u Wasser, so steigt dieses wieim obigen Vers, in die Flasche, und die rückständigeLuft, ist sehr reines Stick gas. Setzt man einkleines atlunendes Thier (z. B. einen kleinen Vogel)unter eine atrnosphär. Luft enthaltende mit Queck-silber gesperrte Glocke, so wird es in kurzer Zeit er-sticken, und die rückständige Luft wird sich als einGemenge von S t i c k g a s und k o h 1 e n s a u r e m Gaseverhalten. Ein ähnliches Gasgemenge wird man aucherhalten, wenn man Pflanzensaamen (mit Hülfe einergehörigen Menge von Feuchtigkeit) in einer ähnlichenVorrichtung keimen läfst; oder wenn man jungegrüne (lebende) Bilanzen, während der Nachtzeit(im Dunkelen) in dieser Vorrichtung vegetiren läfst,oder auch wenn man Humus (statt dessen auchAckererde) darin einige Zeit der atmosph. Luftbe-rührung aussetzt. Ueber die Zerlegung der atmosph,Luft durch Kalk, Baryt und Thonerde mündlich.

5) Da die Atmosphäre auf so vielfache Weise täg-lich in ihrem Oxygengehalte Verminderungen erlei-det , so glaubte man, dafs wenigstens an Orten woaugenscheinlich mehr Sauerstoff als an anderen con-sumirt wird, z. B. in den Wohnzimmern wo vieleMenschen athmen, Kerzen brennen etc., auch das ge-wöhnliche Verltältnifs von 0,79 Stickgas und 0,20

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