II. Tlieil. VII. Capitel.
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5) Gewöhnlich nennt man nur die SauerstoftsVer-bindungen Verbrennungen, welche mit Lichtentwi-ckelung verbunden sind, hingegen solche welchescheinbar nicht von diesem Phänomen begleitet sind,schlechthin Oxydationen. Indefs sind diese Bestim-mungen sehr relativ; von Oxydationen bei denen wirkein Leuchten wahrnehmen, sind wir deshalb nochnicht berechtigt zu sagen, dafs sie kein Licht ent.wickeln, sondern nur dafs unser Auge zu lichtreichist, um die geringen und langsamen Entwickelungendes Lichtes bemerken 'zu können, Lavoisier hältden Sauerstoff für die eigentliche Lichtquelle , anderemit mehr Recht sowohl den Sauerstoff als die brenn-baren Stoffe. Uebrigens ist der gewöhnliche Verbren-nungsprocefs nicht der einzige Procefs wobei Lichtentwickelt wird, sondern man bemerkt dergl. auchbei durch heftige Anziehung sich characterisirendenMischungen; ferner an verschiedenen Thieren. — Diebekanntesten von ihnen sind, die leuchtenden J o -hannisw ürmer (Lampyrides noctilucae), die La-ternenträger ( Fulgore ) der Springkäfer ( Ela-ter noctilucus et phosptioreus) , die Seefeder (Pen-natula phosphorea), die kleinen leuchtenden See-würmer (Nereides noctilucae), die Bohrmu-scheln (Pholades), die Mollusken (vergl. VoigtsMagaz. für d. ges. Naturk. Bd. IX.), u. m. a. NachCavallo (dessen Abhdl. über Natur u. Eigensch. d.Luft etc. S. 646. 66g. 675) und Beskerhinn (in v.Crells Ann. 1789- Bd. I. S. 509 — 514) wandeln dieZündwürmer das Wasserstoffgas in Knallluft (d. i.ein Gemisch 1 von Sauerstoffgus und Wasserstoffgas) um,sterben in Salpeter - schwellichtem - und saizsaurernGase binnen zehn Minuten, leben in freier Luft um