6ob
11. Theil. Vii. Capitel.
ser röthet L akmuspapi er und trübt Kalk-wasser, indem es daraus kohlensaurenKalk niederschlagt ; enthält mithin ebenfallsdurch das Verbrennen des Weingeistes erzeugteKohlensäure. Die nach dem Verlöschen derWeingeistflamme in der Glocke gebliebene, zumVerbrennen untauglich gewordene Luft, ist auchzugleich i rrespira b el, und wird daher Stick-luft (verdorbene oder phlogistische Luft) oderStick gas (Salpeterstoffgas, azotisches Gas, Gasazoticum ) genannt.
1) Als Lavoisier auf ähnliche Weise in einem at-mosph. Luft enthaltendem verschlossenen und untendurch Quecksilber gesperrten caiibrirten Glascvlin-der, Phosphor (auf 9 Cub. Zoll, paris. eingeschlos-sener Luft etwa 1 Gran) mittelst eines Brennglasesdurch Sonnenlicht entzündete, so wurde durch dieentstandene starke Hitze die Luft zuerst ausgedehnt,nachgehends aber sehr bald rücksichtlich ihres Volumsvermindert, und das Quecksilber stieg in dem Cylin-der über das Zeichen des früheren Standes soweithinaus, dafs nach vollkommenem Erkalten die atmos-phärische Luft um etwa ^ ihres Volums vermindertwar. Auf dem Quecksilber fand sich nach beendigterVerbrennung weisse zerfliefsliche Phosphor säure,die vor dem Zerfliessen gewogen mehr betrug, alsdas absolute Gewicht des Phosphors vor dem Verbren-nen gewusen war; so dafs etwa jeder Gran Phosphor3-t- Gr, trockne Säure geliefert hatte, wozu 3 C. Zollparis. d. i. ohngefähr 1) Gr. Luft verbraucht wordenwaren.