Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
637
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Von d. ehern. Processe u. unterwerft). Stoffen. 607

2) Jeder zu entzündende Körper heischt eine ge-wisse Temperaturerhöhung; z.B. lockere H o 1 zk o h 1 e150° Reaurn., Sciivvefel J2o°R. , Phosphor 4o°R.:und in einer gegebenen Menge reiner atmosphärischerLuft, kann nur eine gewisse Menge des brennbaren.Körpers verbrennen; beim Ausschlufs der aimosphär.Luft hört das Verbrennen ganz auf. Daher wird esverstärkt durch vermehrte Zuströmung der Luft; wiedieses die Einrichtung der Blasebälge, und ande-rer Arten der Gebläse, des Löthrohrs, der Wind-Öfen, der ARGANDSchen Lampe etc. beweisen. DasGewicht des verbrannten Körpers (gleichgültig ob erin festem oder tropfbarem oder expansibel flüssigemZustande existirt) findet sich jedesmal um soviel er-höht, als das der zum Verbrennen nöthigen Luft ver-mindert wurde; eine Erfahrung die zwar schon frü-her durch Ray, Hook, Mayow angedeutet, durchLavoisier aber zuerst vollständig gemacht wurde, unddiesen dazu führte sein sog. antiphlogistischesSystem der Chemie zu gründen*, indem er das Ver-hällnifs des in der atmosph. Luft bei der Verbrennungeigentlich thätigen Bestandtheils derselbeu (des Sauer-stoffs) gegen alle brennbare Materien festzusetzensich bemühte. Vergl. S. 44. 45 u. 20Ö. N. 3. NachStahls älterer durch Lavoisier als ungegründet be-seitigten Ansicht der Verbrennung (vergl. a a. O.)besteht jedes Verbrennen in einer Entwickelung des(in verschiedenen quantitativen Verhältnissen und mitverschiedener Stärke gebundenen) in allen brennba-ren Materien angeblich vorhandenen Plogiston*(daher die Benennung phlogistische Körper), welchesbei der Verbrennung vermöge näherer Anziehung zurLuft entweicht und mit der Luft sich verbindend.