Von d. cliem. Processe u. unterwerb. Stoffen. C.35
einem niclit umschlagenden Brettchen eine kleineWeingeistlampe, zünde den Weingeist an, undstürze nun eine geräumige oben mit einem ein-geriebenen Stöpsel luftdicht verschlossene Glas-glocke darüber, so dafs ihr Rand vom Wasserumflossen ist (die Höhe des Wasserstandes be-merkt man durch einen auswendig angeklebtenPapierstreifen); der brennende Weingeist wirdbald mit schwächerer Flamme brennen und ver-löschen, und das Wasser der Wanne nach undnach innerhalb der Glocke höher steigen, als esausserhalb derselben steht. Nachdem die Glockeerkaltet , ziehe man den Stöpsel der Glockeheraus und tauche schnell einen brennendendünnen Papierstreifen hinein; er wird sogleichverlöschen, und dadurch anzeigen, dafs die nachdem Verbrennen des Weingeistes übrig geblie-bene Luft der Flasche, nicht mehr zur Einlei-tung und Unterhaltung des Verbrennens brenn-barer Körper taugt. Untersucht man nach Been-digung des Versuchs die Glocke und das Wasserderselben, so findet man die oberen innerenGlockenwände mit kleinen Wasser tropfenbeschlagen, welche nicht sowohl aus dem fastganz kalt gebliebenen Wasser der Schale abstam-men können, sondern gröfstentheils durch dieVerbrennung des Weingeistes erzeugt sind; undalles in der Glocke und Wanne befindliche Was-