Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
634
Einzelbild herunterladen
 

II. Theil. VII. Capitel.

604

sende Verbindungen einzugeilen, und lassen sich ge-wöhnlich daraus durch blosse starke Temperatur-Er-höhung scheiden. Beispiele gewähren die Absorbtio-nen der atinotpliärischen Luft, des Sauerstoffgases,Stickgases und Wasserstoffgases durch Kohle. Glü-hende Kohle in Wasser abgelöscht wird auf Kosteneines Tlieiles zersetzt werdenden Wassers hydroge-nirt. Wasserdämpfe über glühende Kohle geleitet,liefern Kohlensäure und etwas Kohle haltigesWasserstoffgas; vergl. S. 504. Auch Dämpfe äthe-rischer Oele , riechende in Wasser oder Weingeist ge-löste Stoffe etc. werden von frisch ausgeglühter ifohleabsorbirt; Vergl. S. 499. Ueber den Nutzen der Kohleals Reinigungsmittel; über ihre Fäulnifs hemmendeEigenschaft; über ihre Brauchbarkeit als Mittel ge-gen den S alp e t e r fr afs der Mauren und Wände,mündlich. Auch die Oele und ähnliche Flüssigkei-ten absorbiren häufig gasförmige Stoffe.

14) Mehrere sogen, vegetabilische und animalischeStoffe stehen unter sich zum Theil sehr merkwürdigeVerbindungen ein; z. B. die Verbindung des Ger-bestoffes mit tliierischer Gallerte und gallert-haltiger Faser; (hier etwas über Lohgerbereiund Gerberei überhaupt) des Eiweisses mit Oeletc. und öfters sind diese Verbindungen ohne Zerstö-rung dieser Stoffe selbst nicht wieder chemisch zuzersetzen.

D) Von der V e'rbr enniing ( Co mhus t io ).

§. lOO.

XXXX. Vers. In eine zur Hälfte mit destil-lirtem Wasser gefüllte Schale, stelle man auf