Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
630
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65o II. Tlieil, VII. Capitel.

8) Unter den Alkalien gellt das Ammoniak nichtmit dem Schwefel, aber wohl mit dein Schwe-felwasserstoff Verbindungen ein (flüchtigeSchwefelleber oder Beguiks rauchrnder Schwe-felgeist); auch die Talkerde verbindet sich (unvoll-kommen ) mit dem Schwefel, und stellt wie Kalk,Strontian und Baryt, eine sogen, gelblich weisse er-dige Schwefelleber dar. Kali und Natron bildenmit dem Schwefel leicht lösliche (dabei mit Wasser-stoff sich schwängernde) und leicht schmelzbare braun-gelbe Mischungen, welche, Zink ausgenommen, diemeisten übrigen Metalle auflöst (metallhaltige Schwe-fellebern). Der Phosphor verbindet sich nicht mitdem Ammoniak, Kali und Natron, wohl aber mitden erdigen Alkalien und mit der Talkerde zu cho-koladenfarbeneu sogen. Phosphorlebern, welche auchdas Wasser zersetzen, und dadurch (z. B. ins Wassergeworfen) Iltos p h or- Wa ss er s t o ff gas entbinden.Dasselbe Gas erhält, man auch, wenn man fixe Aetz-alkalien mit Wasser und Phosphor vorsichtig zmnKochen erhitzt, Es riecht nach faulenden Fischenoder Leichen, entzündet sich von selbst bei Berüh-rung der (Sauerstoff-haltigen) Luft, verbrennt mitvielem ringelförmig in die Holte steigenden Rauche,der den erwähnten Geruch verbreitet und grüfsten-theils aus wässeriger unvollkommener Phosphorsäurebesieht. Es löst sich unvollkommener in Wasser auf,als das Schwefelwasserstoffgas, zersetzt ebenfalls Me-tallauflösungen, und ist im Verhiiltnifs der Abnahmeseines Phosphorgehaltes weniger selbstentzündlich.

9) Aus den Verbindungen des Kali oder Natronmit Kieselerde entsteht das Glas, welches um soweicher ist, je weniger Erde es enthält. Wird das