Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
625
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Von d. cheni. Processe u. unterwerft). Stoffen. 6a5

Will man in solchen Fällen das sich entbindende Gasauffangen, so mufs dieses in E ntbindungsf la-sch en oder Retorten etc. entwickelt und mit Hülfe despneuvmatischen Apparats in umgestürzten Fla*sehen, Glocken etc. mit gehöriger Vorsicht aufgefan-gen werden, die mit einer Flüssigkeit erfüllt und(in der pneuvmatischen Wanne) von ihr untenumflossen (gesperrt) sind, weiche das aufzufangendeGas nicht verändert; z. B. Quecksilber, kaltes Was-ser, heisses Wasser, Oel. Schüttet man z. B. im obi-gen Vers, den kohlensauren Kalk (oder zu diesemZwecke besser kohlen sau re Talkerde) in einenicht zu geräumige Entbindungsflasche, und giefstnach und nach verdünnte Schwefelsäure darauf, sowird man bei gehöriger Vorsicht ziemlich reines koh-lensaures Gas unter, mit heisse in Wasser odermit Quecksilber gefüllten und damit gesperrten Glo-cken oder Flaschen auffangen können.

3) Besonders merkwürdig sind in dieser Hinsichtdie Auflösungen der Metalle auf nassem Wege(via humida, d. h. mittelst bereits liquiden Auflö-sungsinitteln, im Gegensatz der Auflösung auf trock-nem Wege, via sicca, wo das Auflösungsmittel erstdurch Erhitzung flüssig aber nicht nässend wird, z. B.die Auflösung des Eisens im geschmolzenen Schwefel)in dein dabei gewöhnlich Gase, entweder aus demzum Vehikel dienenden Wasser, oder aus demAuflösungsmittel selbst abstammend, entwickelt wer-den ; nur die oxygenirte Salzsäure macht rück-sichtlich der Gasentbindung eine Ausnahme. Es giltdabei folgendes: ij bestehen die Auflösungsmittel auswasserfreien Flüssigkeiten, so werden sie gewölm-lich selbst zersetzt, vorzüglich wenn es concentrine