vor
6*4 II. Tlieil. \’II. Capitel.
Satiren Kalkes geringer seyn , als sie esder Verbindung der Salpetersäure mit dem Kalkewar; ein Gewichtsverlust der dem Gewichte desentwichnen kohlensauren Gases entspricht.
1) Wenn die Lösung von wirklicher Ausgleichungheterogener chemischer Qualitäten begleitet ist, heilstsie Auflösung. Nach Beseitigung aller das Flüssigwer-den und die innige Berührung hindernden Umstände,(vergl. oben § 124. u. vorig. §.) erfolgt die Auflö-
sung im Verhältnifs der gegenseitigen chemischen An-ziehung. Für jedes Auflösungsmittel (Menstruum,Dissolvens ) gic-bt es bei bestimmter Temperatur einMaximum der Quantität des in ihm auflöslichen Stof-fes , und diesen Zustand der Auflösung nennt mandie Sättigung (vergl. oben). — Rücksichtlich derzerstörenden Wirkung verschiedener Auflösungsmittelauf organische Theile, nennt man solche Stoffe oderGemische auch Aetzmittel, und spricht daher von derAetzbarkeit der reinen Alkalien, verschiedener Säu-ren, mehrerer Metallsalze und verschied. Pflanzensäfte.(Ueber Winterls Meinung: dafs die Aetzbarkeit voneinem besonders nrodificirten Sauerstoffe herrühre,mündlich.) Jedoch nennt man auch z. B. die Salpe-tersäure in Hinsicht ihrer auflösenden Wirkung aufKupfer ätzend; die Flufssäure rücksichtlich ihresähnlichen Verhältnisses zur Kieselerde, und daherzum Glase, Porcellan etc. Aetzflüssigkeit. — Ueberdas nur in der Idee existirende Menstruum uni-versale oder Alkahest der Alchemisten mündlich.
■ 2 ) Häufig sind die Auflösungen von Zerlegungenund Gasentbindungen begleitet; die irn obigen Vers,entweichende Kohlensäure gewährt ein Beispiel.