Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
621
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Von d. chem. Processe u. unterverfb. Stoffen 621

in der Regel durch Erhitzung wiederum im Luftzu-stande geschieden werden. Z. B. kohlensaures Gaslost sich im kalten Wasser, wird aber daraus durchErwärmung geschieden. Bläst man die auszuatlnnenreLuft durch eine Glasröhre in kaltes Wasser, so wer-den die Luftblasen gröfstentheils verschwinden , indem sie sich lösen; das zuvor reine Wasser wird jetztKohlensäure enthalten, und daher Lakmuspapierrötlien etc.

5) Ausser dem Wasser lösen auch die aus dem Or-ganischen abstainmenden Flüssigkeiten, z B. derWeingeist, verschiedene Stoffe, Gemische undProducte vegetabilischer und animalischer Organis-men auf; z. B. die Lösungen des salzsauren Kalks,des salzsauren Strontians, der Weinsteinsäure, desAetzkali, der ätherischen Oele (Riecliwässer J, derLlarze (geistige Firnisse), des Kampliers etc. inWeingeist; die Lösungen des Wachses, der Harzeetc. in ätherischen und fetten Oelen (Oelfirnisse) etc.Der Weingeist vermischt sich mit dem Wasser inallen Verhältnissen; Schleim, Gummi, Extractivstoffetc. werden von kaltem Wasser, Satzmehl von kochen-dem Wasser leicht gelöst. Kaltes Wasser mischt sichleicht mit flüssigem Eiweise, lieisscs macht es gerin-nen, ohne es zu lösen. Auf die verschiedenen Lö-sungsverhältnisse der Pflanzen - und Tliierstoffe zuWasser, Weingeist, und einigen ähnlichen Flüssigkei-ten, gründet sich gröfstentheils die jetzige Methodeder chemischen Pflanzen- und Thieranalyse, und zumTlieil auch die der Ackererde des Düngers etc.Weitere Erläuterungen hierüber mündlich.

6) Heisses Wasser, erwärmter Weingeist etc. löstgewöhnlich mehr von ein und demselben Stoffe, als