Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
622
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kaltes Wasser etc.; jedoch kommen auch Ausnahmenvor; z. B. Kochsalz ist in kaltem und warmen Was-ser gleich löslich. Häufig lösen sich Stoffe, Gemischeu. dgl. nur im heissen Wasser etc. (z. B. Satzmehl,z. Theil auch Boraxsäure) oder nur irn kalten (flüssigesEiweifs;. Oefters sind auch frisch ausgeschiedene Stoffeirn Wasser löslich, während sie einmal ausgetrocknet,durchaus unlöslich erscheinen; z. B. frischgefällleKieselerde. Wird von einem (organischen) Kör-per nur ein (oder einige) Stoff durch das Lösungs-mittel aufgenommen, während die übrigen ungelöstzurück bleiben, so nennt man diese partielle Lösung:Extraction, und den gelösten Theil nach gesche-hener Wiedereindickung ein Extract. Auch bei derAuflösung macht man einen ähnlichen Unterschied;Kästners Chem. I. S. 43. 44. Unterschied desEducts vom Producte. Auslaugen, Auswa-schen , Aussiissen, Auskochen etc. sind verschiedeneBenennungen verschiedener Arten partieller Lösung.Ueber S elb s tz e rf li e ss e n (Solutio per deliquium,deliquescentia) vergl. §. go. dies. Grundr. Oefterskann die gesättigte Lösung eines Stoffes oder Ge-misches, noch bedeutende Mengen von anderenStoffen oder Gemischen aufnehmen; so z. B. lösen 8Unzen Wasser, die mit 9J Unze grünem Eisenvitriolvöllig gesättigt worden, noch 1J Unze Seidlitzersalzund 3 Unzen Zucker vollkommen,

7) Die meisten Lösungen sind dadurch zu zerlegen,dafs man entweder das Gelöste durch Gerinnung, Kry-stallisation etc. abscöeidet, oder durch Erhitzung dasFlüchtigere von dem Feuerbeständigeren trennet; z. B.die Saigerung, die Darstellung des reinen Was-sers durch Destillation; das D ep hlegm i r en etc,