Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
608
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IL Theil. VI. Cppitei.

= 2; und sind die Massen Pb und PC beide10: so vertlieilt sich A unter b und B irn Verhältnifsvon 1 : 7. Alles dieses gilt indefs nur so lange, alsdie körperlichen (Ausdehnungs -) Zustände, z. B. dieder Flüssigkeit dieselben bleiben. Im zweiten Falle,der mehrfachen Wahlverwandtschaft, entsteht nachBeuthollet zuvörderst (aus salzsaurem Baryt undschwefelsaurem Natron) ein homogenes Ganze, ausdem sich dann erst nach eintretender grösseren Co-liärenz zweier oder mehrerer der verbundenen Stoffe(z. B. der Schwefelsäure und des Baryts) eine neueMischung abscheidet, wodurch die andere übrigbleibt; vorausgesetzt wenn das Sättigungsverhält-nifs der ehemaligen gesonderten Mischungen (z. B.die Neutralität des salzsauren Baryts und desschwefelsauren Natrons) gleich ist. Haben diesehingegen ungleiche Sättigungsverlüiltnisse (z. B.flüssiges saures weinsteinsaures Kali Weinsteingenannt und kohlensaurer Kalk), so tritt der-selbe Fall wie bei der sogenannten [einfachen Wahl-verwandtschaft ein; nur mit dem Unterschiede, dafsman drei verschiedene Verbindungen erhält. Uebri-gens unterscheidet Berthollet die ursprünglichenVerwandtschaftskräfte der Grundstoffe, von den ab-geleiteten ( resultirenden) ihrer Verbindungen; sosoll z. B. die Salpetersäure (welche aus Sauerstoffund Stickgas besteht ) auf das Kali, vermöge der abge-leiteten Verwandtschaft des Sauerstoffs und Stickstoffswirken. Auch ist der Fall möglich , dafs ein zusam-mengesetzter Stoff mit der ursprünglichen und ab-geleiteten Verwandtschaftskraft zugleich wirken kann.Jedoch vergl. Kästners Chemie. S. töo ff.