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11. Theil. VII. Capilel.
Ueber die aus ähnlichen Zersetzungen herzunehmen-den Einwürfe gegen Winterls Ansicht des chemi-schen Anziehungsgrundes der Säuren und Basen,vergl. Kästners Grundr. d. Chein. 1G8. — Diejeni-gen welche einen Wärmestoff annehmen, statuirenkeine einfache Wahlverwandtschaft, sondern sehenwenigstens alle sogenannte einfache Wahl-verwandtschaften auf trocknem Wege, wo-bei der eine Stoff in elastischer Form ge-schieden wird, als doppelte Wahlverwandt-schaften an. Z. B. die Zerlegung der Kreide (koh-lensaurer Kalk) durch Schwefelsäure; des Kochsalzesdurch Phosphorsäure bei höherer Temperatur etc. —Bei der einfachen Wahlverwandtschaft nahm mannach Bergmann auf die Quantitäten der Stoffe nichtRücksicht, indem man wähnte, es könne nur einenZustand der Verbindung zweier Materien rnit einan-der geben, und dafür glaubte man den Zustand derSättigung halten zu dürfen, den man gleichbedeu-tend mit Neutralität nahm, und daher auch vonUeber s ättigungen sprach; während Bertholletüberhaupt jeden Zustand Sättigung nennt, worinsich ein paar Stoffe nach einer jeden wech-selseitigen chemischen Wirkung auf ein-ander befinden. iA mit iB verbunden ist sogut eine Sättigung als 1 A mit 100 B etc. Die hiermöglichen verschiedenen Verhältnisse, heissenMischungsverhältnisse, und derjenige Zustand,t wo zwei oder mehrere Stoffe so vereint sind, dafsjeder seine ehemaligen Eigenschaften gänzlich verlo-ren hat (vergl. oben §-124.) Neutralität (Keiner-leilieit), Es giebt also verschiedene Sättigungs-grade. Geht ein Stoff A mit einem anderen B ein