Von d. chem. Processe u. unterwerb. Stoffen. 6o;>
würden, dürfte man streng genommen auf eineVerschiedenheit der Stärke der Anziehung beiderStoffe zu dem dritten schliessen. Sehr häufigreicht die Quantitätsvermehrung des einen Stof-fes hin, um ihm das zu ersetzen, was ihm rück-sichtlich des zweiten etc. Stoffes im Verhältnifszu einem dritten an chemischer Anziehungskraftabgeht,
1) Bertholet hat diese neuere Ansicht der Ver-wandtschaft in seinen Recherches sur les lois de l’af-finite etc. Paris, an IX. 8- übers, von E. G. Fi-scher. Berlin 1802. 8., und in seinem Essai deStatique chimique. T. I. II. Paris , an XI ( 1803)8., welcher ebenfalls von Fischer übersetzt erschei-nen wird , entwickelt. Vergl. C. J. B. Karsten Re-vision der chemischen Affinitätslehre mit beständigerRücksicht auf Bertiiollets neue Theorie. Leipz.1805. 8. Drechslers Darstellung des ersten Lehr-begriffes Berthollets über Verwandtschaft und Ver-wandtschaftskraft, verglichen mit dem LehrbegriffeBergmanns im TROMMSDOREFischen Journale derPliarmacie. XIII. 2". S. 3—138.
2) Dieser Ansicht entgegen steht die Wahlver-wandtschaft des Bergmann; vergl, Torb. Berg-mann de attractionibus electivis. — Vid. Opuscul.T. III. p. 2gi — 470. C. F. Wenzel Lehre von derVerwandtschaft der Körper. Dresden 1777. 8. MitAnmerk, von Grindel. Ebend. 1800. 8. W. KeirDissertatio de attractione chemica. Edimb. 1778- 8.R. Kirwan Versuche und Beob. über die specifischeSchwere und die Anziehungskraft verschiedener Salze,