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2 (1810)
Entstehung
Seite
597
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Von d. cliem. Processe u. untenverfb. Stoffen. 5 j 7

11) Die Einung chemisch entgegengesetzter Stoffebetrachtet die neuere Atomistik nicht als Durch-dringung, sondern als eine eigenthümliche Neben-einander-Lagerung der Atome, und behauptet da-her, dafs in jedem Gemische die Mischungstheilean sich qualitativ unverändert, vermöge der be-stimmten Anziehung specifisch verschiedener Atome,aufs feinste zertheilt neben einander gelagert sind.Da nun die Einungsprocesse sehr hänfig- von erhöhterWärme und von Licht begleitet sind, so sieht manjener Verstellung gemäi's diese Phänomene als Folge,der bei der Mischung statt findenden Ausscheidungdes (angenommenen) Wärmestoffes (CaloriqueCaloricum, Thermogenium) und Lichtstoffes(Lumiere, Materia lucis, Photogenium) an.Einige halten das Licht für schnell bewegte Wärme jandere glauben, dafs die freie Erscheinung des Lich-tes (beim Leuchten etc.) durch Verbindung des Licht-stoffes mit dein Wärmestoff bewirkt werde. Da wir.indefs bei keiner einzigen Mischung das Nebeneinan-der der Mischungstheile sinnlich zu unterscheidenvermögen, sondern vielmehr bei jedem dahin gehö-renden Processe deutlich ein, gegenseitige Begrenzungaufhebendes, In-einander-wirken der Stoffe wahrneh-men, und zugleich finden, dafs in dem Maase wiedieses In-einander-wirken energisch von Statten geht,die Mischungsprocesse auch merkbarer von Wärmeoder Licht, oder von beiden zugleich begleitet sind,so schliessen wir daraus, dafs Wärme und Licht die-jenigen Verhältnisse der Umgebung zu unseren gei-stigen Organen (Sinnesorganen) sind, in welchensich wahrnehmbare Objecte im Zustande einer freie-ren, unbegrenzteren Existenz befinden; woraus ferner