Von d. cliem. Processe u. unterwerft). Stoffen. 691
die verschiedenen Körper bildet, mehr oder wenigerungleichste ff ig ( vergl. §. 27. 28 etc.) sey , unddafs mit Hülfe der chemischen Zerlegung (a. a. O.u. §. 29.) die einzelnen specifisch verschiede-nen Stoffe, welche einem gegebenen Körperganzenzum Grunde liegen, für sich dargestellt werden kön-nen. Zugleich ergab ssch besonders aus den Galvani-schen Versuchen , dafs diese Verschiedenheit der StoffeGrade habe, denen zufolge der Gegensatz der Stoffetheils dem des + und — E sich nähere, tlieils sichdavon entferne, und wir deshalb berechtigt wurden,die chemischen B estan dtheile (vergl. §.28-) che-misch - dift er en te Stoffe zu nennen. So wiesich + und — E zu o ausgleichen, so bemerken wirauch an den chemisch differenten Stoffen ein Vermö-gen, sich zu vereinigen, oder sich wechselseitig ausbereits eingegangenen Verbindungen zu Gunsten ei-ner oder mehrerer neuen Mischungen (vergl. S. 95.)zu scheiden, und nennen dieses Vermögen die che-mische Wirksamkeit der Stoffe, die, wie wirfrüher fanden, sehr häufig von der electrischen Wirk-samkeit abhängig ist. Die chemischen Untersuchun-gen gehen daher zunächst darauf hinaus, die chemi-sche Wirksamkeit aller bekannten Stoffe gegeneinan-der zu erforschen, mit genauer Beachtung aller da-bei obwaltenden Bedingungen und aller dabei Stattfindenden Erscheinungen. Indem man aus den Resul-taten dieser Nachforschungen eine Theorie sämmtlicherchemischer Erscheinungen abstrahirt, und die Phäno-mene selbst nach ihren Entstehungsbedingungeu zueinem Ganzen zu vereinigen strebt, nähert inan sicheinem Systeme der chemisch tliätigen Stoffe.