6j8
II. Theil. VI. Capitel.
Lusac und Thenarb brachten im Verfolge ihrer Un-tersuchungen dieselbe Säure mit dem Kalimetalloidin chemische Berührung, und erhielten unter anderneine phosphorarlige Substanz, welche sie für dieGrundlage der Boraxsäure halten; ähnliche Ver-suche stellten sie in der Folge mit der Flufssäureund mit der Salzsäure an, von denen die erstere ei-nige .Veränderung in ihrer Mischung zu erleidenschien, jedoch scheinen sowohl diese als jene aus derBoraxsäure gewonnenen Substanzen, ebenfalls liydro-genirle Stoffe zu seyn, und bedürfen daher noch dergenaueren Untersuchung, bevor sie im Systeme derchemischen Stoffe als Radicale jener Säuren aufge-führt werden. Vergl. Gehlen a. a. O. VIII. 485-und Gilberts Ann. XXX. 365. — Die Leichtent-zündlichkeit der Alkalimetalloide erregte in Ritteru. a. die Vermutlxung, dafs die sogenannten Luft-züuder (Pyrophore), so wie mehrere Selbstzünderund die in der Folge noch zu erwähnenden Leucht-sleine, ihre Fähigkeit sich von selbst, bei der Berüh-rung feuchter Luft zu entzünden , oder zu leuchten,zum Theil einer geringen Beimischung von Alkali -oder Erdmetalloiden verdanken; vergl. Piitter inGehlens Journ. a. a. O. V. 43g. ff. Dahin gehö-rende Phänomene finden sich auch in Menge notirtin Kästners Beitr. 1. u. II. B. — An der dem Zink-pole während der Metallisirung ausgesetzten Alkali-masse, wollen einige Physiker Oxydation und Um-wandelung in Säure (Salzsäure oder Salpetersäure)bewirkt haben; vergl. Gilberts Ann. XXIX u. XXX.u. Ritter a. a. O.
12) Die Leitung durch das Wasser wird stets —mehr oder minder bemerkbar durch electr. V er -