II. Theil. VI. Capitel.
statt; Wintekl ist der Meinung, dafs diese Zer-setzungen in der Säule, von einer Beraubung derbeiden Electriciläten herrühren, welche zu den Polenfortgeführt würden. Daher sollen die in der Gegenddes Indifferenzpunctes der Säule liegenden Salztheile,am vollkommensten in ihre abgestumpften Factorenzerfallen etc. Ueber diese und ähnliche Hypothesen,und über ihr Verhältnifs zur Erfahrung mündlich.
e) Gewöhnliche conc. Schwefelsäure wird nachSimon zersetzt, indem sich am Hydrogenpol weisserSchwefel niederschlägt. Salpetersäure wird gelb,und giebt Stickgas und Wasserstoffgas, und wird zumTheil in Ammoniak verwandelt. Concentr. wässrigesAmmoniak giebt dieselben Gase wie die Salpetersäure.Vergl. Simon in Trommsdorffs Geschichte des Gal-vanism. 120. ff. Buciiolz in Gilberts Annal. IX.448. Kieselkali - Lösung wird ebenfalls zersetzt unddie Kieselerde (wie gewöhnlich die Erden aus ihrenAuflösungen) am — E Pol niedergeschlagen.
f) Setzt man thierische oder vegetabilische feuchteoder flüssige Substanzen der Wirkung der Säule aus»so erleiden sie schnell Veränderungen, welche in denWirkungen des ausgeschiedenen Sauer - und Wasser-stoffs ihren Grund haben. Nach v. Arnim (Tkomms-uorff a. a. O. 155.) gieng Pflanzenschein in Fäul-uifs über; Bier und Wein wurden sehr bald sauer.Eiweii's und schneller noch Eidotter und Saamenfeuch-tigkeit wurden übelriechend ; ersteres am Wasserstoff-poi weil'sschleimig und durchsichtig, am Sauerstoff-pol dicht und undurchsichtig. Muskelfaser verdarbschnell. Harnstoff wurde am Wasserstoffpol weifs nie-dergeschlagen, und gieng schnell in Fäulnifs über.Frisches Blut wird am Sauerstoffpol röther und ge-